Die ersten drei Treffen: Dezember 2012 und Januar 2013

1. Anstoßpunkte, Erwartungen
2. Zur Gruppenstruktur: Transparenz, Vernetzung, wie oft, wer, wie…
3. Themen die aufkamen
a) Selbstbezeichnung – Fremdbezeichnung und Sprecher*Innenposition.
b) Definitionsmacht
c) Abwehrreflexe
d) was sind das für leute, die CW ablehnen?
e) Name: Kartoffelbrei.
f) Männliche und weibliche weiße emo
g) „Reaktionäre“ und „legitime“ Bedürfnisse
h) Darf ich…?
i) Wie ist das Verhältnis von Sexismus und Rassismus?
j) Wie können wir als weiße zu einem sicheren Raum für People of Color beitragen? Wir können wir dazu beitragen, Räume zu „entweißen“?
4. Offene Fragerunde: Handlungsfähigkeit anhand konkreter Situationen
5. Wir möchten ein CW Seminar organisieren

1. Anstoßpunkte/Erwartungen

Die Anstoßpunkte waren bei uns das No Border Camp 2012 und die Geburtstagsparty der Mädchenmannschaft 2012, sowie eine generelle Auseinandersetzung, vor allem mit Uni Texten. Die Hauptfrage, die für uns anhand dieser Ereignisse und Texte aufkam, war: welche Rolle haben wir, können wir als weiße haben im rassismus-kritischen bzw antirassistischem Kampf? Wie können wir uns wie Verbündete („good allies“) verhalten?
Unsere Erwartungen waren, dass zum einen eine Auseinandersetzung mit uns als weißen Personen stattfinden sollte. Dazu gehören Fragen wie: wo sind meine Privilegien, was tue ich, weil ich weiß bin, wie sieht mein Rassismus genau aus, wie kann ich ihn erkennen, und damit umgehen? Wie kann ich unproduktive Gefühle wie Schuldgefühle loswerden und was produktives emanzipatorisches draus machen? Auch möchten wir hier unseren Rassismus in den Beziehungen zu People of Color reflektieren, in Freund*innenschaften, im Wohnprojekt, in der Romantischen Beziehung, in feministischen Gruppen.
Ziel ist hier auch, eine Handlungsfähigkeit zu entwickeln, sei es im Umgang mit rassistischen Äußerungen von Familienmitgliedern, in der Öffentlichkeit, im Wohnprojekt, Gruppen etc. Leitfrage sollte dazu sein: Wie tragen wir dazu bei, dass (das Wohnprojekt, die Linke, die Politgruppe etc. ) ein weißer Raum ist und wie können wir das verhindern? Dies wollen wir im Austausch mit anderen weißen machen, die solidarisch sind mit dem Critical Whiteness Konzept.
Zum anderen wollen wir aber auch nach außen gehen, damit das nicht ein reiner Selbstzweck wird, von dem am Ende nur wir selbst profitieren. Wie das genau aussehen würde, wollten wir zusammen erarbeiten.

2. Gruppenstruktur:

Zentral war die Frage: Inwiefern muss es hier ein Schutzraum sein (wir reden auch über sehr intime Gefühle in intimen Beziehungen) und inwiefern darf es keiner sein, da es eben ein Schutzraum für weiße Herrschaft wäre?
Das Dilemma hierbei ist, dass die Auseinandersetzung mit Rassismus in einem rein weißen Raum generell problematisch ist, das Gegenchecken mit People of Color Gruppen ist wichtig, da wir viele der Fragen, die wir uns stellen, nicht beantworten können, da wir keine von-außen-sicht haben und weil wir uns sonst wieder die Definitionsmacht aneignen würden. Aber wenige People of Color haben Lust auf Supervision oder Gegenchecken (verständlicherweise).
Um Transparenz zu schaffen haben wir einen Blog und Email Kontakt gemacht. Allerdings wollen wir hier nicht die ungefilterten Protokolle hinstellen, da das zum einen Reproduktion von Rassismus wäre und zum anderen da auch Infos über People of Color in unserem Umfeld freigelegt werden würden.
Es ging eine Email raus, in der wir uns verschiedenen People of Color Gruppen oder People of Color-lastige Gruppen im Raum NRW vorstellten und sie um Feedback fragten. Auch „Kartoffelbrei“ als Name wurde zur Diskussion gestellt, da wir die Befürchtung hatten, dass diese Aneignung der Beleidigung für weiße Deutsche von unserer Seite nicht ok ist.
Das Dilemma vor dem wir dabei stande, war, dass wir People of Color(-Gruppen) nicht zu Erklärungen drängen wollten, aber auch nicht ohne Einbindung von People of Color(-Gruppen) arbeiten wollten.
Wir wollen uns auch in der linken Öffentlichkeit als Gruppe zeigen und hier Transparenz herstellen; dabei aber nicht als „wir sind besser als ihr und weniger rassistisch“ darstellen, sondern einfach beschreiben, was wir möchten.
Wir haben uns auch gefragt, wie wir für People of Color unterstützend handeln können. Der Email Kontakt ist auch dafür gedacht, dass People of Color uns schreiben können, wenn sie möchten, dass wir andere Weiße auf ihr Verhalten ansprechen, o.ä. Wir sprechen People of Color in unserem eigenen Umfeld auf diese Option an und überlegen in anderen Treffen wie die Info breiter gestreut werden kann.
Dem Sexismus innerhalb der Gruppe begegnen wir durch eine „Rote Karte“ aka eine Geste, die einen Redebeitrag oder eine Handlung stoppen soll und durch teilweise gender getrennte Plena.
Wir möchten höchstens 10 Leute sein und uns alle zwei Wochen treffen. Die ersten paar Male fand das Plenum in WGs statt, in denen auch People of Colors wohnten, es gab dann eine Rückmeldung, dass das nicht erwünscht ist, seitdem suchen wir einen öffentlichen Raum.
Als Text haben wir uns vorgenommen: The White Anti-Racist Is an Oxymoron

3. Themen, die aufkamen:

a) Selbstbezeichnung – Fremdbezeichnung und Sprecher*Innenposition
Von Betroffenen gewählte Begriffe, die als Ersatz für rassistische Begriffe dienen, werden nicht von allen Betroffenen benutzt. z.B. Geflüchteter, People of Color… wir sahen die Schwierigkeit weniger in der Frage, ob die anderen Begriffe wie Flüchtling, Migrant, etc. strukturell rassistisch sind, wir sehen sie als rassistisch an. Die Schwierigkeit aus unserer Perpsektive ist mehr, aus welcher Position ich eine Betroffene Person in ihrer Wortwahl korrigiere. Wenn ich z.B. als weiße Mittelschichtsakademikerin eine Geflüchtete Person berichtige, bestärkt das die strukturelle Herrschaft, die von mir ausgeht.
Dieses Thema kam auch beim zweiten Treffen auf: X hat auf ihrer*seiner Arbeit mit Jugendlichen (of Color) zu tun, die sich ständig gegenseitig auf rassistische Weise beleidigen. Seine*ihre Frage war, wie und ob sie*er da intervenieren kann. Dilemma dabei ist, dass eben das Vorschreiben der Benutzung bestimmter Wörter von weiße an People of Color schon wieder Herrschaft bedeutet. Vorschlag war, das ganze strukturell und losgelöst von X’s Person zu handhaben, etwa in Form eines Workshops, in dem rassistische Begriffe thematisiert werden, und der von People of Color durchgeführt wird.

b) Definitionsmacht
Dieses obige Thema heißt auch Definitionsmacht – wir haben darüber geredet ob Defma auch für Rassismus gilt, weil dies bei vielen in der linken Szene nicht so selbstverständlich scheint. Wir sagen: ja! es geht darum, dass Betroffene einer bestimmten Herrschaftsform darüber bestimmen, ob etwas sie betreffend diskriminierend, also Herrschaft ausübend ist, oder nicht. Hierüber dürfen nicht nicht-betroffene, also Hegemonieträger*innen bestimmen, denn sie kriegen diese Herrschaftsform nicht ab sondern üben sie aus.
Definitionsmacht im politischen Kontext bedeutet immer eine Macht gegen eine Herrschaftsrichtung. Es bedeutet immer ein Wehren gegen die Definitionsmacht der Herrschenden.
Was immer wieder eingewandt wird von Gegner*innen der Defma im Falle von Rassismus ist der Fall, das weiße Rassismus sehen, wo People of Color keinen sehen. Sollte dann auch die Defma gelten, sei Rassismus Kritik völlig von einzelnen Personen abhängig und keine Ideologie Kritik mehr.
Eine Idee: hier müssen 2 verschiedene Eben auseinandergehalten werden; die der Situation und die der materiellen Basis (Arbeitsstitel). So gibt es eine materielle Basis von Rassismus, zb koloniale Strukturen, die Begriffe und Verhältnisse geprägt haben, und die deshalb Begriffe und Verhältnisse strukturell rassistisch machen, egal, ob Einzelpersonen dies so empfinden mögen oder nicht. Eine andere Sache ist aber die Kommunikationssituation, in der über so was gesprochen wird: wer belehrt hier wen? Belehrt eine weiße Akademikerin eine People of Color aus der working class? In diesem Fall würden rassistische Herrschaftsverhältnisse verstärkt werden.
Viel häufiger, und eben der wichtige politische Ansatzpunkt von Defma, ist aber die Situation, wenn People of Color Rassismus sehen, wo weiße keinen sehen. Hier ist Defma unerlässlich und alles andere völlig indiskutabel.

c) Abwehrreflexe
Was haben wir und andere Weiße so für Abwehrreflexe im Bezug auf Rassismus Kritik? Vielleicht können wir mal einen Katalog erstellen? Uns ist schon mal aufgefallen:
# eine neue Herrschafts Kategorie aufmachen (Klasse, People of Color als zu akademisch aburteilen, andere Ismen dagegenstellen)
# Das Ton-Argument. Nur die Art WIE eine bestimmte Politik verfolgt wird, wird angeblich kritisiert. Es wird nicht angenommen, dass es einen inhaltlichen Dissens gibt. Obwohl es den gibt. „Wir wollen ja das gleiche, aber ich will das anders“
# Defma nicht akzeptieren
# sich gemein behandelt fühlen
# People of Color Härte und Unfreundlichkeit vorwerfen

d) was sind das für leute, die CW ablehnen?
Weiße Männer aus einer „ich bin das rationale Subjekt und das Argument zählt“ Position, wobei ihnen nicht auffällt, wie sehr ihre gesellschaftliche Position ihre Argumente formt.
Auf dem No Border Camp war auch von weißen sichtbar: „Ich hab mich die ganze zeit gekümmert, und jetzt seid ihr noch nicht mal dankbar.“

e) Name: Kartoffelbrei.
Können wir den überhaupt benutzen? Auf der einen Seite ist dieser ein sehr spezifischer Name für das weißsein im deutschen Kontext. Gibt es einen anderen Begriff, der das so auf den Punkt bringt? Deutsche sind auch People of Color, weiß als Pigmentierung heißt auch nicht weiß als soziale Position in Deutschland(z.B. im Falle von Pol*innen, Russ*innen…), auch Menschen, die nach Pigmentierung weiß und nach Pass deutsch sind, können rassistisch diskriminiert werden (z.B. aus Russland migrierte mit Pass, deutsche Jüd*innen) insofern finden wir Kartoffel am genauesten. Aber er ist auch ein Begriff, der von People of Color erfunden und verwendet wird als Empowerment eben gegen Leute wie uns. Können wir uns den aneignen?
Nach ein paar Treffen entschieden wir uns dafür, ihn zu behalten, sprechen dies aber in unserer Vorstellungsmail an (siehe Hauptseite des Blogs) und bitten um Rückmeldung, falls es nicht ok ist, diesen Begriff zu gebrauchen.

f) Männliche und weibliche weiße emo
Wir fühlen uns oft gemein behandelt. Zum Beispiel wenn People of Color ein Gespräch (über Rassismus) ablehnen oder meinen, dass wir ja eh keine Ahnung haben.
Die Frauen von uns haben ein erdrückendes Schuldgefühl – unsere Antwort darauf: statt dem Konzept Schuld (was bestimmt viel zu tun hat mit dem christlich-moralischen Habitus unserer Klasse) lieber Verantwortung! Und ein ressourcenorientierter pragmatischer Blick auf die Privilegien.
Grade Frauen neigen zu christlich-moralischer Selbstgeißelung, Männer neigen eher zu Abspaltung, Distanz zu den Dingen.
Diese Selbstgeißelung wird dann übrigens von Kritiker*innen der CW auf People of Color projiziert nach dem Motto „Ihr wollt jetzt, dass wir uns schlecht fühlen, machen wir aber nicht“
Als CW Gruppe fühlen wir uns oft unangenehm: innerhalb, uns selbst gegenüber; gegenüber anderen weißen (wir fühlen uns als würden wir sagen, guck mal, wir sind die besseren weißen); gegenüber People of Color, da die Reaktion von vielen People of Color ist: „was ist das für ein Quatsch“. Außerdem weil sich alle 14 tage hinsetzen zu können und die Privilegien reflektieren zu können ganz schön privilegiert ist.
Es ist höchst unangenehm die eigene Herrschaftsposition zu hinterfragen.
Die Erfahrungen einer Person von uns von einem CW-Seminar in Oldenburg war: bei Beschäftigung mit CW darf und muss mensch nett zu sich selbst und geduldig sein (die schlechte Laune kriegen sonst auch wieder nur die wenigen befreundeten People of Color ab), es ist ein dauerhafter Prozess, der angenommen werden muss. ABER mensch darf nicht erwarten, dass People of Color mit eine*r geduldig sein müssen.
Probleme, die durch Beschäftigung mit Weißsein entstehen, sollten nicht mit People of Color ausdiskutiert werden oder ihnen die „Schuld“ gegeben werden, sondern sich selbst dem Prozess stellen oder mit anderen weißen reden!

g) „Reaktionäre“ und „legitime“ Bedürfnisse (Arbeitstitel)
Unser Job als weiße ist es die eigene Wahrnehmung zurückzunehmen. Das heißt aber auch, weniger Bedürfnisse und Wünsche durchzusetzen bzw. ihnen nachzugehen. Für weiße Frauen läuft dies konträr zu feministischem Empowerment, das ja eben will, dass sich Frauen eben nicht mehr zurück halten. Die Herausforderung ist, zwischen unseren reaktionären, weil weißen, Forderungen, Gefühlen, Wahrnehmungen, Wünschen und den „legitimen“(Arbeitstitel) zu unterscheiden. Das kriegen viele Männer im Hinblick auf Sexismus nicht hin, wissen nicht, wann es ok ist etwas zu fordern (Musik ist zu laut im Zimmer nebenan) und wann es nicht ok ist (wenn ich, nachdem ich ein Jahr nicht geputzt habe, mich darüber beschwere, dass die Person vor mir so schlecht geputzt hat). Solche Situationen sind auch für uns weiße zu reflektieren – dafür ist die Gruppe ein guter Raum, da wir mit unserem Rassismus zunächst niemand verletzen.
Wie machen denn die sogenannten profeministischen Männer das, also der Umgang mit den eigenen Privilegien und dem Sexismus? Antwort von einem: ist eine Verhandlungssache. Immer wieder reflektieren, fragen, ob Sachen ok waren, nächstes mal evtl. anders machen. Geht dieses Aushandeln auch in Bezug auf Rassismus? Betroffene ist dann immer genötigt, etwas zurückzugeben, Grenzen aufzuzeigen. Aber: die Grenzen und die Grenzüberschreitungen sind eh da, daher kann es besser sein drüber zu sprechen.

h) Darf ich…?
Uns ist aufgefallen, dass uns viele Fragen plagen, die mit „darf ich“ anfangen.
Darf ich als Weiße zu weißsein promovieren? Darf ich als weiße auf ner bühne stehen? Durfte man das NBC machen?
Überlegung:
1. es geht nicht um dürfen, dürfen ist ein christlich-moralisches-bürgerliches Konstrukt, deshalb kein Wunder dass jetzt so viele weiße entrüstet sagen „man wird ja wohl noch dürfen!“
2. Besser: Widersprüche aushalten und produktiv mit ihnen umgehen. Zum Beispiel indem wir Rassismus thematisieren. Wir werden aber nie widerspruchslos sein, selbst wenn wir nichts machen, was wir nicht „dürfen“, denn unsere gesellschaftliche Position ist die reaktionäre. Daraus aber den Schluss zu ziehen, sich nur zurückziehen zu können finden wir falsch. Im Gegenteil ist zurück ziehen können ein Privileg.

i) Wie ist das Verhältnis von Sexismus und Rassismus?
Inwiefern kann man da Analogien herstellen? Inwiefern ist das ok?
Auf der Rassismus Ebene gibt es eine stärkere Trennung. Betroffene und Privileigierte haben oft weniger personelle Berührungspunkte. Im Sexismus haben sie schon über die Zwangsheterosexualität ständig Kontakt. Im Sexismus gibt es noch die Verklärung des Herrschaftsverhältnisses über die romantische Liebe.
Gibt es ein weißes Verhalten, analog zum männlichen Verhalten? Dies haben wir in einer Vorstellungsemail auch People of Color Gruppen gefragt.

j) Wie können wir als weiße zu einem sicheren Raum für People of Color beitragen? Wie können wir dazu beitragen, Räume zu „entweißen“?
Diese Frage kommt im Laufe der Gruppe immer wieder auf. Langfristig wollen wir zusammen „Trying to create antiracist spaces“ lesen.
Fragen dabei:
Wie können wir angemessen intervenieren oder gar präventiv agieren (bevor etwa eine rassistische Äußerung kommt)? Dabei ist die Gefahr, „paternalistisch“ zu sein gegenüber People of Color. Wie können wir präventiv handeln, ohne bevormundend zu sein? Wie können wir handlungsfähig werden, ohne anderen die Handlungsmöglichkeit zu nehmen?
Beispiele:
X. organisiert ein Treffen. Was kann sie*er machen, damit das kein weiß dominierter Raum wird, bzw. wie kann sie*er dazu betragen, dass es ein Raum wird, in dem People of Color sich wohl fühlen? Wir haben uns da ein paar Sachen überlegt (ein People of Color Plenum, ein People of Color Raum etc) und haben folgende Kritik, von befreundeten People of Color bekommen zu diesen Überlegungen:
Ohne dass People of Color an der Konstruktion eines Safe Space beteiligt sind, gibt’s keinen Safe Space für sie. Wir haben uns da schön paternalistisch-weiß überlegt, wie wir andere „schützen“ können, ohne diesen die Entscheidung zu überlassen, ob und wie sie „Schutz“ benötigen. Das ist auch Teil des weiß-bürgerlichen „ich muss alles perfekt und richtig machen und ich habe die Verantwortung für alles und jeden auf dieser Erde“ Anspruch und Teil des weißen Ego.

4. Offene Fragerunde: Handlungsfähigkeit anhand konkreter Situationen

1. Im Sprechen merken wir, dass wir rassistische Bilder reproduzieren und von Rassismus Betroffene mit im Raum sind. Was tun? zum Beispiel das eigene rassistische Verhalten ansprechen und zwar nicht speziell an People of Color, sondern an alle, die es mitbekommen haben. Auch zeigen dass die Erkenntnis Konsequenzen für zukünftiges Verhalten hat. Besser nicht so: Sich entschuldigen und People of Color adressieren, und damit unter Antwortzwang zu stellen, um einen zu entschuldigen und sie sagen müssen wie weiter vorgegangen werden soll.
2. Weiße machten sich lustig über die Art und Weise des Sprechens von People of Color. Was tun? Den Rassismus gegenüber diesen Personen thematisieren und begründen. Rassismus ist Vorurteil + Macht, deshalb ist diese Art von Witz ein „Witz nach unten“.

5. Wir möchten ein CW Seminar organisieren

Erfahrung aus CW Workshop in Oldenburg: Es gibt „innerliche Hürden“ bei der Reflektion des Weißsseins, die durch intensive längere Seminare gelöst werden können. Wir möchten gerne ein CW-Seminar mit einer People of Color Struktur zusammen organisieren und finanzieren.

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